Der 26. März ist der Erfinde-Deinen-eigenen-Feiertag-Tag.
Das können wir natürlich auch an jedem anderen Tag des Jahres tun, aber heute ist es amtlich. Weltweit! Heute sind wir nicht auf irgendwelche Verrücktheiten angewiesen, wir können unseren eigenen Feiertag auswählen! Jeder Mensch kann sich aussuchen, welches Thema ihm besonders am Herzen liegt, was er gern machen würde, oder was gefeiert gehört.
Persönlich träumt diePinzgauerin von einem Tag des völligen Nichts-Tuns … nur essen, lesen, bloggen. Gesellschaftspolitisch würde ich einen Mölzer-Schweige-Tag begrüßen.
Was tun, wenn das Wetter von wohligen Frühsommertemperaturen plötzlich auf tiefen Winter umstellt?
Auf keinen Fall wird man den Daunenanorak wieder aus dem Kasten holen. Dazu gibt’s bestimmt eine Bauernregel wie „Anorak am Tag der Verkündigung des Herrn, das haben die Sonnengötter nicht gern“ … oder so ähnlich.
Ein Urlaub in warmen südlichen Gegenden wäre zwar angenehm, aber leider utopisch. Ein Besuch in der Therme? Verlockend, aber leider hat St. Martin bekanntlich (noch) keine Therme. Da Bürgermeister Sepp Leitinger nun weitere fünf Jahre von seinem Turm träumen darf, ist das eigentlich der ideale Zeitpunkt, um sich nach anderen Möglichkeiten umzuschauen. Also auf nach Kaprun, um endlich das Tauern Spa kennen zu lernen.
Wie heißt es so verlockend in der Werbebroschüre: „Gehen Sie auf Expedition im ersten Base Camp für Körper und Seele. Hier tanken Sie Kraft und füllen Ihre inneren Reserven auf,“ und weiter:“ Wer dem Alltag entfliehen will braucht ein gutes Versteck“. Tolle Fotos (siehe oben), interessante PR Strategie, aber ich werde wohl trotzdem eher kein Stammgast. Ich wollte mich zwar ohnehin nur wärmen, und nicht die inneren Reserven auffüllen, hätte aber nichts dagegen gehabt, mich während der Aufwärmphase auch zu entspannen.
Aber: zu groß, zu laut, zu viel Trubel. Gefühlte fünf Kilometer vom Eingang bis zur Sauna. Nochmal einen Stock höher in die Ruhezone. (Hier heißt es übrigens wirklich ruhen, denn die einzige Lektüre sind Readers Digest Bücher. Keine einzige Zeitung, kein Magazin, nichts.) Schräg: Textilsauna. Wohl ein Zugeständnis an konservative Urlauber, die lieber im Badeanzug Kraft tanken wollen. Enttäuschend: der Zugang zum Panorama Spa ist nur Hotelgästen vorbehalten. Diese durchsichtige Badewanne im obersten Stock, die von außen so cool aussieht, ist „normalen“ Gästen nicht zugänglich. Schade, gerade dafür hätte sich diePinzgauerin interessiert.
Vielleicht wird das ja dann im Thermenturm in St. Martin auch verwirklicht …
„Von Olympia bis Hollywood“ lautete das Thema beim Frühjahrskonzert in Maria Alm. Mit Peter Schwaiger holte sich die Trachtenmusikkapelle einen Sprecher aus den eigenen Reihen. Der ehemalige Bezirkskapellmeister führte gekonnt durch einen genussvollen musikalischen Abend. Er stellte nicht nur seine pädagogischen und schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis, sondern hatte dazu noch genug Luft um selber das Horn zu spielen.
Ein prominentes Mitglied saß diesmal allerdings nur in den Zuhörerreihen: Bürgermeister Alois Gadenstätter musste seine Klarinette zu Hause lassen. Er hatte wegen der Gemeindewahlen zu wenig Zeit zum Proben gehabt …
Das Publikum im Hochkönigssaal erlebte auch eine interessante Uraufführung. Für die neue Polka wurde lange ein passender Titel gesucht. „Nächtelange brain-storming-sessions waren nötig“, wie Peter Schwaiger launig erzählte. Bis man endlich mit „Almer Polka“ die naheliegende Lösung gefunden habe … ;-)
Trachtenmusikkapelle in traditionellen Trachten bei einem Konzert in Maria Alm.
Vier Frauen in traditioneller Tracht lächeln beim Frühjahrskonzert in Maria Alm.
Peter Schwaiger moderiert das Frühjahrskonzert in Maria Alm mit musikalischen Einlagen.
Musiker mit Horn in Tracht während des Frühjahrskonzerts in Maria Alm.
Musiker der Trachtenmusikkapelle in traditioneller Kleidung beim Frühjahrskonzert in Maria Alm.
Musikerin spielt Fagott in traditioneller Tracht während des Frühjahrskonzerts in Maria Alm.
Zwei Frauen in Tracht und ein Mann überreichen eine Auszeichnung bei einer Veranstaltung.
Ehrung von Georg Imlauer mit Urkunden der Blasmusik, umgeben von Musikern in Tracht.
Ehrung der Trachtenmusikkapelle beim Frühjahrskonzert in Maria Alm.
Peter Schwaiger moderiert das Frühjahrskonzert der Trachtenmusikkapelle in Maria Alm.
Schwarze Schuhe mit auffälligen Schnallen und blauen Strümpfen bei einem Konzert.
Peter Schwaiger leitet die Trachtenmusikkapelle beim Frühjahrskonzert in Maria Alm.
Der Running Gag zur Stichwahl in St. Martin: „Der Leitinger hat gewonnen“ … ;-)
52,6 % der St. Martiner haben dem amtierenden Bürgermeister wieder ihre Stimme gegeben.
Sepp Leitinger (ÖVP), hat die Wahl für sich entschieden. Seinem Cousin Willi haben 36 Stimmen zum Sieg gefehlt, damit ist auch die dritte Stichwahl nicht zu seinen Gunsten ausgegangen.
In Bruck war das Ergebnis noch knapper: Herbert Burgschwaiger (SPÖ) ist mit 50,5 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Karin Hochwimmer hätte nur 24 Stimmen mehr gebraucht … Durch dieses Ergebnis ist Sonja Ottenbacher aus Stuhlfelden nun übrigens die einzige Bürgermeisterin im Pinzgau.
DiePinzgauerin rätselt über den Willen des Volkes. Was könnten uns die St. MartinerInnen mit dieser Entscheidung sagen wollen? Es ist natürlich denkbar, dass die Leute mit der bisherigen Leistung von Sepp Leitinger so zufrieden sind und ihn daher wieder gewählt haben.
Nun ja, dafür scheinen 52 % doch recht dürftig. (Zum Vergleich: für Heinz Schaden stimmten 69 % der SalzburgerInnen.) Vielleicht haben meine DorfgenossInnen ja aus strategischen Gründen so entschieden? Ich hab‘ die Leute im Verdacht, dass sie eigentlich gar keine Therme wollen …
Dieses Foto heute vor dem Gemeindeamt ließ sich der Neo Bürgermeister übrigens nur widerwillig entlocken.
Journalistin: „Sepp ich hätte gern ein Foto von dir gemacht.“
Leitinger: „Wozu ein Foto?“
Journalistin: „Für die Zeitung.“
Leitinger: „Immer diese Sch…zeitung.“
In diesem Sinne freut man sich schon auf weitere gute Zusammenarbeit …
„Welcher Frau hat das Binnen-I zu einem besseren Job oder zu mehr Bezahlung verholfen?“
Frau Walburg Ernst macht Ernst. Die Chefin des „Komitees zur Regelung des Schriftverkehrs“ hat diese Woche eine Norm vorgeschlagen, die das Binnen-I streichen würde. Denn, so lautet die Begründung der Sprachpolizistin: „Die Sprache dient der klaglosen Verständigung und nicht der Durchsetzung zweifelhafter politischer Ziele.“
Im Interview mit der Wiener Zeitung weiß sie das durchaus originell zu begründen und zu verteidigen. „Wie beschränkt muss man sein, wenn man beim „Spitzensportler“ nicht an Anna Fenninger oder beim „einflussreichsten Politiker“ nicht auch an Angela Merkel denkt?“, argumentiert Ernst.
Das Normungsinstitut Austrian Standards hat sich von den Ausführungen der Komitee-Chefin distanziert. Es handle sich um „persönliche Aussagen“, wurde betont.
Dennoch, die Debatte im Internet spricht sich eindeutig gegen das ungeliebte Binnen-I aus. Mit den üblichen Begründungen wie schwer lesbar und man habe doch bitte ganz andere Sorgen. „Die Verwendung des BinnenIs ist eine hysterische Verstümmelung unserer Sprache“, lautet ein Posting im Standard. „Diese Genderitis ist eine enorm gefährliche Hirnkrankheit! Sie führt in kürzester Zeit zu völliger Verblödung“ meint ein Dr. Gernot Stöckel in der Presse. Eine Suada der Aufpudlerinnen nennt ein Poster die Debatte.
Natürlich haben wir andere Sorgen, aber sollen wir uns wirklich nur noch mit dem Hypo Skandal auseinander setzen, auf den wir ohnehin keinen Einfluss haben?
Oder sind wir intelligent genug, uns zusätzlich Gedanken darüber zu machen, ob wir durch unsere Sprache mehr Bewusstsein schaffen können und wollen?
Keine Frage, das Binnen I ist sperrig, ständig die weibliche und männliche Form zu schreiben umständlich. Gendern könnte man aber auch auf andere Weise, als mit I und Schrägstrich.
Mit etwas Fantasie lassen sich Begriffe finden, die Männer und Frauen einschließt, z. B. Kundschaft statt Kunden. Denn ehrlich, ich fühle mich als der Kunde nicht angesprochen. Nennt mich ruhig beschränkt, aber: Liebe Walburg, ich denke beim „einflussreichsten Politiker“ NICHT an Angela Merkel! Sorry, bei dieser Bezeichnung habe ich nur Männer wie Putin, Obama, Faymann im Kopf.
Und wenn in einem Bericht über Brustkrebs die erkrankten Frauen ständig als Patienten angeführt werden ist das dumm und unsensibel. Dass der im Artikel erwähnte Arzt eine Ärztin ist, scheint bei soviel Ignoranz fast schon logisch.
Sprache ist ein mächtiges Instrument. Ich halte es meinerseits für ziemlich beschränkt, das zu unterschätzen. Warum machen wir nicht gleich den Begriff Weiber wieder salonfähig? Oder Alte?
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