„An die Nieren gehen…“

 

„Kidney diseases are silent killers, which will largely affect your quality of life.“

Diesen aufwühlenden Spruch auf der Homepage des Weltnierentages kann ich aufgrund eigener leidvoller Erfahrung bestätigen.

 

Seit Dezember schlage ich mich nun schon mit entzündeten Nieren herum – ehrlich, das ist ganz schön schmerzhaft und geht an die Substanz.

Die Nieren galten bis ins Mittelalter zusammen mit dem Herz als Sitz der Gefühle und des Gemüts. Jemand auf Herz und Nieren prüfen ist bis heute eine Redensart dafür, dass Herz und Nieren Aufschluss über die tiefste innerste Gesinnung eines Menschen geben.

Daraus resultiert auch der Spruch, wenn einem etwas an die Nieren geht.  Bis sie krank werden …

Warum Gefühle an die Nieren gehen können lässt sich heute auch wissenschaftlich erklären. Grund dafür ist, dass die Nieren vom Sympathikus gesteuert werden, der bei Stress-, Angriffs- und Fluchtsituationen aktiv wird.

Ich rätsle noch, was bei meinen Nieren so einen Stress ausgelöst hat, dass sie sich gar nicht mehr beruhigen wollen!

Tools Day

Auf den ersten Blick wieder mal ein kurios-nutzloses Datum:

National Worship of Tools Day oder

Verehre-Dein-Werkzeug-Tag

Der Anlass klingt nicht nur unsinnig, sondern auch sperrig. Verehre dein Werkzeug? Wie und Wozu? Soll man einen Altar aus Hammer, Bohrer & Co bauen und ihn anbeten? Damit die nächste Baumaßnahme gelingen möge?

Die Beschreibungen zu diesem Feiertag empfehlen, dass man ihn am besten und angemessensten begeht, „in dem man sein Werkzeug anwendet oder den 11. März dazu nutzt, sich neues Werkzeug zu kaufen oder vorhandenes Werkzeug durch die entsprechende Pflege wieder auf Vordermann zu bringen“. Also wenn man nicht gerade Heimwerkerkönig Tim Allen ist („Hör mal wer da hämmert“) ohne praktische Relevanz. DSC08260

Bei näherer Betrachtung habe ich beschlossen, den Begriff tool  bzw. Werkzeug auf meine wichtigsten Arbeitsgeräte anzuwenden, also Kamera, Computer, Notizblock und jede Art von Schreibgerät.

Am liebsten verwende ich Bleistifte, weil Kugelschreiber dazu tendieren, in wichtigen Situation den Geist aufzugeben. Bleistifte sind nur insofern unpraktisch, wenn es viel zu schreiben gibt, man aber keinen Spitzer dabei hat!

Gerne stecke ich auch überall wo ich hinkomme fremde Kulis ein… Zuletzt in der Wahlkabine, wo ich leider sofort auf frischer Tat ertappt wurde, weil der Wähler nach mir nichts zu schreiben hatte … ;-)

Allerdings lasse ich als Ausgleich meine Geräte auch regelmäßig wo liegen ;-(

Ich nehme diesen Tag also zum Anlass, Besserung zu geloben, und mein Werkzeug in Zukunft besser zu behandeln. Kamera nicht fallen lassen, Computer warten,  Notizblock und Schreiber nicht liegen lassen etc.

Also Leute, egal womit ihr arbeitet – warten, pflegen, liebhaben schadet nie …

Gesund im Mund

„Heute ist der richtige Tag, um seinem Zahnarzt einfach einmal Danke zu sagen!“

Das stammt natürlich nicht von mir, es ist die Erklärung zum heutigen Tag des Zahnarztes. Ja, ich weiß schon, man sollte denen dankbar dafür sein, dass sie sich um unsere Zähne kümmern. Aber die Geräusche! Die Gerüche! Wenn sie mit einem reden wollen, während sie im Mund herumfummeln – schrecklich.

Die Behandlungen durch Bader, ohne Narkose, mag man sich noch weniger vorstellen. Bader waren im Mittelalter Betreiber von Badestuben. Sie behandelten Kranke, die sich keine Ärzte leisten konnten. Der Aufgabenbereich dieser „Ärzte der kleinen Leute“, umfasste Körperpflege und Kosmetik ebenso wie die sich gerade entwickelnde Chirurgie, Zahnmedizin und Augenheilkunde.

Als die Badestuben durch entsprechende Verordnungen zunehmend geschlossen werden mussten, wandelte sich das Berufsbild der Bader, die nun ihre Tätigkeit im Freien oder „fahrend“ ausübten. Durch die im 18. Jahrhundert einsetzende Errichtung von Krankenhäusern auch für Arme und Bedürftige ging die Bedeutung der Bader zurück.

Wir haben heute eigentlich das Privileg, uns von bestens ausgebildeten Profis behandeln zu lassen. Mehr oder weniger kostenlos. Sofern man nicht das Pech hat eine Zahnspange zu benötigen, Implantate, und sämtliche Extras, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Darum sagen viele Leute inzwischen nicht mehr Danke, sondern Köszi zu ihrem ungarischen Zahnarzt…

Vorsorge spart auf jeden Fall viel Geld und Ärger: Die Zahnfee Laura (4) aus Saalfelden zeigt euch, wie Zähneputzen richtig cool ist und Spaß macht.

 

Es lebe die Enthaltsamkeit

Vierzig Tage.  

Eine lange Zeit, wenn man auf liebe Gewohnheiten verzichtet. Die Fastenzeit soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Sehr trendy ist, bis Ostern Alkohol und Schokolade vom Speiseplan zu streichen. Vereinzelt hört man sogar von Sexfastern… Da können 40 Tage wohl eine Ewigkeit werden ;-). Auch Autofasten wird immer wieder propagiert, aber im 21. Jhdt. scheinen Social Media das neue Fleisch.

Auf Facebook zu verzichten gilt heute schon heldenhafter, als bis Ostern kein Fleisch zu essen. Das scheint bei Herrn und Frau Österreicher ohnehin kein Thema mehr zu sein. Der Bereitschaft dieses Fastengebot einzuhalten sinkt ebenso wie die Zahl der Katholiken im Land.

Stefan Rass, Metzger in Lofer, spürt während der Fastenzeit keinen Rückgang im Geschäft. Er lacht herzhaft auf die Frage, ob er selber die Fastenzeit einhält. „Natürlich nicht“ meint er belustig.

Die Fastenregeln im Mittelalter erlaubten nur eine Mahlzeit am Tag. Der Verzehr von Fleisch, Milchprodukten, Alkohol und Eiern war verboten. Ganz schön hart! Erst 1486 erlaubte der Papst auch den Verzehr von Milchprodukten in der Fastenzeit. Der heutige Aschermittwoch ist in der katholischen Kirche sogar ein besonders strenger Fast- und Abstinenztag.

Ich habe fast ein schlechtes Gewissen, dass ich mir jetzt die Fastenbrezn von unserem Bäcker schmecken lasse, weil sie so gut sind … :-)

 

 

Es wintert?

Die Bauernregel für den heutigen Romanustag:

„Romanus kalt und klar,

gibt dem Bauer ein gutes Jahr.“

Also wenn man der Regel Glauben schenkt, dann schaut’s gar nicht gut aus für die Bauern…

So warm und frühlinghaft wie der Tag heute war, da gibt’s eigentlich nix zu deuteln.

HygrometerBauernregeln hin oder her, der Großvater hat jeden Tag auf seine Wetterstation (siehe Foto) geschaut.

Warum er dabei immer auch drauf geklopft hat? Keine Ahnung. Nehme nicht an, dass diese Maßnahme das Wetter beeinflusst hat.

Das Ding funktioniert immer noch und steht jetzt auf Veränderung.

Ein Blick auf wetter.at bestätigt diese Vorhersage.

Dort lautet die Schlagzeile „Winter kehrt zurück“. Zurück? War der schon mal da? Und jetzt brauchen wir ihn bitte sicher nicht mehr!

 

Übrigens, Romanus von Condat  war ein katholischer Eremit. Der Heilige wurde um 400 in Burgund geboren und gründete mehrere Klöster. Ansonsten sind keinerlei spektakuläre Gegebenheiten aus seinem Leben bekannt.