als diePinzgauerin gezwungen wurde, ein weißes Kleid und ein Kranzerl am damals noch blonden Haupt zu tragen.
So ein komisches Ding, mit weißen Stoffblüten, das jedenfalls mit tausend stechenden Nadeln an den feinen Haaren befestigt werden musste.
Und das Allerschlimmste: dann musste man ganz gesittet beim Fronleichnams- umzug mitgehen und durfte sich nur vorsichtig bewegen, damit das blöde Kranzl blieb, wo es angeblich hingehörte.
Aus einem damals und heute noch nicht nachvollziehbaren Grund war es auch nicht erlaubt, sich die schreckliche Blumenpracht gleich nach dem Umzug vom Kopf zu reißen. Selbst während dem anschließenden Würstel- und Eisessen beim Wirt blieb man aufgekranzt! Also ersann diePinzgauerin eine List, um dieser Pein beim nächsten Feiertag zu entgehen. Das ungeliebte Ding wurde in die Saalach entsorgt! Mit einigem schlechten Gewissen, aber voller Erleichterung sah sie zu, wie das Kranzl davonschwomm …
Zu Hause konnte das natürlich in dieser Version nicht gebeichtet werden. Es wäre auch denkbar unglaubwürdig gewesen, dass das Kranzl von sich aus in die Saalach gefallen wäre. Also sah man sich bereits in frühen Jahren gezwungen, den wahren Sachverhalt leicht zu verschleiern!
Allerdings, genutzt hat es gar nichts, denn natürlich wurde es durch eine anderes, noch schlimmeres Kranzl ersetzt. Da hat derPinzgauerin leider der Weitblick gefehlt, das vorauszusehen.
Aber immerhin hat sie eine Lektion fürs Leben gelernt – Schwindeln zahlt sich überhaupt nicht aus ;-)
Wo einst saftige Wiesen waren, prächtige Rinder grasten und schöne Almhütten standen, liegt heute eine mit ewigem Eis bedeckte Fläche: Die übergossene Alm.
Bei der Eröffnung des Almsommers in Dienten erinnerte ich mich an diese Sage aus der Hochkönigregion. Was war eigentlich passiert? Daheim blätterte ich gleich im Sagenbuch aus der Volksschule, um nachzulesen, was genau den frevlerische Sennerinnen vorgeworfen wurde. Nun, weil es den Kühen auf den fetten Wiesen so gut ging, gaben sie so viel Milch, dass die Dirndl bald in großem Überfluss lebten. Es heißt: Sie hingen den Kühen silberne Glocken um, vergoldeten die Hörner der Stiere und bewirteten die Jäger, mit denen sie scherzten und tanzten, mit Fässern voll Wein.
Das Beten hatten sie längst vergessen und waren voller Übermut. Sie pflasterten den Weg zu ihren Hütten mit Käselaiben und füllten die Lücken mit Butter aus, damit sie sich die Füße nicht schmutzig machten. Um nur ja recht schön zu sein, badeten sie sich in Milch und formten aus Butter Kugeln, mit welchen sie sich scherzend bewarfen.
Als es wieder einmal besonders lustig und sündig herging, kam ein alter Mann auf die Alm. Er hatte kaum noch die Kraft, sich bis zur nächsten Hütte zu schleppen. Dort bat er um ein Lager für die Nacht und wurde scharf abgewiesen. Scher dich zum Teufel. Vielleicht hat er ein Bett für dich. Wir wollen nicht gestört werden.
Damit war das Maß der Übeltaten voll, die Frevlerinnen sollte die gerechte Strafe ereilen. Kaum hatte sich der Wanderer entfernt, da braute sich von den Teufelshörnern her ein unheimliches Unwetter zusammen. Ein furchtbarer Sturm erhob sich, dass den Sünderinnen angst und bange wurde. Ihre Lippen versuchten zu beten, aber umsonst. Gottes Strafgericht brach herein. Das bedeutete, große Schneemassen stürzten vom Himmel und begruben die Sennerinnen samt ihren Hütten für ewige Zeiten.
Von der Übergossenen Alm gibt es zahlreiche Versionen. Sie alle enthalten die Kernaussage von der Verschwendungssucht und Hartherzigkeit der Sennerinnen, die ihre gerechte Strafe bekommen haben. Die Erinnerung an dieses schreckliche Gottesgericht hat sich bis heute im Volk erhalten. Es glaubt, aus den Stürmen, die über das Eisfeld jagen, noch immer das Seufzen und Jammern der unter dem ewigen Eis begrabenen Mädchen zu hören.
Seltsam, Sennerinnen, die einen Weg mit Käse pflastern? Selbst im größten Überfluss kann man sich kaum vorstellen, dass Sennerinnen so etwas tun würden, gehen sie doch üblicherweise sehr sorgsam mit Lebensmitteln und den Gaben der Natur umgehen. Man wundert sich also über den wahren Hintergrund der Sage. Wollte sie wirklich vor der Verschwendung warnen, oder ging es da nicht doch mehr um den lockeren Umgang mit den Jägern …
Interessanterweise scheint nichts über deren Schicksal bekannt, obwohl es in der Sage ausdrücklich heißt, dass gemeinsam gefeiert wurde. Die Jäger, die zu Besuch gekommen waren, tanzten mit den Dirnen, dass der Boden ächzte und dröhnte und ihr lautes Juchzen und Lachen weithin zu hören war. Und wenn diese also nicht unter dem Eis begraben wurden, dann tanzen und jagen sie wohl immer noch …
Wer kein regelmäßiger Kirchgänger ist, sich nur noch vage an den Religionsunterricht erinnert, oder überhaupt noch nie von Pfingsten gehört hat: Zu Pfingsten wird das Kommen des Heiligen Geistes gefeiert. Warum dieser zwei Tage für sein Kommen braucht? Keine Ahnung.
In der Bibel wird jedenfalls anschaulich beschrieben, wie die versammelten Jünger vom Heiligen Geist erfüllt werden:
„Es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“
Diese Fähigkeit der Jünger, in anderen Sprachen zu sprechen und andere Sprachen zu verstehen, wird als „Pfingstwunder“ bezeichnet. Das faszinierende Phänomen erscheint mir fast noch schwerer nachvollziehbar, als die spektakuläre Auferweckung des toten Lazarus. Das ist jenseits jeglicher Vorstellungskraft, alle anderen Sprachen verstehen zu können, das ist doch greifbarer. Wie viele Stunden mühsamen Vokabellernens hätte man sich ersparen können, wäre einem auch so ein Wunder zuteil geworden. Mich hat es jedenfalls nie ereilt, schon gar nicht vor einer Französisch-Schularbeit.
Es wären uns aber auch viele unterhaltsame Fettnäpfe entgangen, wenn die Menschheit sich tatsächlich in einer Sprache verständigen könnte. Zur Erinnerung an Maria Fekter und ihr zackiges „Shortly, without von delay“. Unvergessen das unbeholfene Bewerbungsschreiben von Hubert Gorbach, Ex Vizekanlzer: „If you know about any area of operation for myself, where I am able to intend all my experiences and my know-how, please let me know.“ Oder Ex Innenminister Ernst Strasser, seines Zeichens glückloser Lobbyist: „It’s luck, the luck of the silly“ und „My political is in the center of the political“.
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Als Metapher, für die Verständigung unabhängig von Nationalität und Ethnizität, hat der Heilige Geist auch nach 2000 Jahren noch viel zu tun.
Am Wochenende hat diePinzgauerin Hochzeitseindrücke bei den Tiroler Nachbarn gesammelt. Ist immer wieder interessant zu erleben, wie sich Bräuche unterscheiden und wie kreativ die Paare in der Gestaltung dieses wichtigen Tages sind. Auch der Freundeskreis erweist sich oft als unglaublich einfallsreich, wenn es darum geht Streiche zu spielen oder lustige Einlagen vorzubereiten.
Allerdings hier ein paar Tipps für Mutige und Glückliche, die sich auch „trauen“ wollen ;-)
Schadet sicher nicht, bei den Freunden vorzufühlen, was geplant ist. Wenn möglich mit der nötigen Klarheit festhalten was man auf keinen Fall erleben will … Im Zweifelsfall uneinsichtige Freunde wieder ausladen.
Für Vereinsmitglieder – ev. noch einen kurzfristigen Austritt überdenken. Kommt erstens billiger, wenn nicht der ganze Verein eingeladen werden muss. Und zweitens sind Vereine gern ziemlich rührig, da muss man mit Überraschungen rechnen.
Hochzeitslader sorgsam auswählen. Ist er erfahren und hat schon hunderte Trauungen absolviert, besteht die Gefahr, dass er noch der alten Schule angehört. Da wird Brauchtum gern sehr streng ausgelegt, z. B. muss das Paar um Mitternacht verabschiedet werden. Ist der Lader jung und cool und unerfahren kann das im Chaos enden …
Freundesliste nach Schneiderinnen, Friseurinnen, Konditorinnen, Floristinnen und ähnliche brauchbare Berufe abchecken. Ev. dringend neue Freundschaften schließen…
Musi sorgfältig aussuchen. Es empfiehlt sich eine möglichst laute Band, damit die älteren Verwandten bald heimgehen.
Aber das Wichtigste ist natürlich: „…drum prüfe sich und den Partner, wer sich ewig bindet“. Ruhig vor dem Altar noch mal zögern und zaudern. Im schlimmsten Fall Nein sagen, bevor man ewig bereut. Im Film geht das immer gut aus …
Bei der Hochzeit von Petra und Richard in Kössen hat alles gepasst. Wetter und Stimmung waren prächtig, die Zeremonie und das Fest wunderschön. So berührend, wenn das Brautpaar vor Glück Tränen in den Augen hat!
Mann in traditioneller Tracht mit Holzstab und Schleife vor blühender Landschaft.
Brautauto mit Blumenschmuck und lächelndem Mann in traditioneller Kleidung.
Blumenarrangement auf einem Oldtimer für eine Hochzeit, umgeben von bunten Blumenbeeten.
Braut und Bräutigam zünden eine Kerze während ihrer Hochzeitszeremonie an.
Hochzeitszeremonie mit Brautpaar, Gästen und einem Kind in festlicher Kleidung.
Hochzeitszeremonie in Kirche mit braut und Gästen, während ein Kind zwischen den Sitzen steht.
Brautpaar küsst sich in der Kirche, umgeben von Gästen und einem Priester.
Brautpaar küsst sich während der Trauung in einer Kirche, mit feierlicher Dekoration.
Junge in traditioneller Tracht hält ein kunstvolles Holzhaus in den Händen.
Hochzeitsgesellschaft vor der Kirche, Feuerwehr spritzt Wasser, Fotograf in Aktion.
Brautpaar verlässt die Kirche, umringt von fröhlichen Gästen und Feuerwehrleuten, die Wasser spritzen.
Hochzeitsgesellschaft feiert mit Banner vor malerischem Hintergrund in Tirol.
Hochzeitsgesellschaft enthüllt ein kreatives Banner mit rotem Herz und Initialen.
Brautpaar küsst sich unter einem dekorativen Tuch, umgeben von Gästen in Tracht.
Rote Herzluftballons liegen auf einer Bank, die zur Entspannung einlädt.
Hochzeitstorte mit Glückwünschen für Petra und Richard, 10.05.2014, dekoriert mit Rosen.
Zwei Musiker in traditioneller Tracht mit Tuba und Akkordeon bei einer Hochzeitsfeier.
Zwei Frauen in Tracht halten eine Holzkiste mit einem roten Herz vor einer Kirche in den Bergen.
Braut und Bräutigam feiern fröhlich auf ihrer Hochzeit, Getränk in der Hand, lächelnd.
Tanzendes Paar in traditioneller Tracht bei einer Hochzeitsfeier in Tirol.
Hallo Wettermänner, auch wenn ihr laut Kalender jetzt an der Reihe seid, um in Erscheinung zu treten, meteorologisch betrachtet seid ihr zu früh dran.
Vom 11. bis 15. Mai sind die Gedenktage von Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Aufgrund von jahrhundertelangen Wetterbeobachtungen und Erfahrungen haben sich diese Bischöfe und Märtyrer als „Eisheilige“ einen zweifelhaften Namen gemacht.
Viele Bauernregeln weisen auf ihre Bedeutung für die Landwirtschaft hin:
Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder.
Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz.
Wenn’s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert.
Pflanze nie vor der Kalten Sophie.
Wegen der Verschiebung durch die gregorianische Kalenderreform gelten diese Regeln allerdings erst eine Woche später als die Gedenktage der Heiligen.
Die treten dafür einfach durchgehend in Erscheinung, wie die trüben Aussichten für die nächsten Tage zeigen (Prognosen für Stadt/Land Sbg.):
Heute entstehen immer öfter Regenschauer. Schneeschauer gibt es oberhalb von 1600m Höhe.
Morgen noch kühler. Immer wieder ziehen dichte Wolken durch und jederzeit kann es regnen. Schnee fällt schon oberhalb von 1000 bis 1500m
Mittwoch: Nass und sehr kühl. In weiten Landesteilen ist es dicht bewölkt und regnerisch, wobei auch kräftige Schauer durchziehen. Die Schneefallgrenze sinkt weiter.
Am Donnerstag im Großteil des Landes wieder stark bewölkt.
Am Freitag und Samstag viele Wolken und immer wieder Regen. Es kann auch anhaltend regnen und bis in manche Täler sogar schneien.
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