Pfingstwunder

peace-dove-156039_1280Wer kein regelmäßiger Kirchgänger ist, sich nur noch vage an den Religionsunterricht erinnert, oder überhaupt noch nie von Pfingsten gehört hat: Zu Pfingsten wird das Kommen des Heiligen Geistes gefeiert. Warum dieser zwei Tage für sein Kommen braucht? Keine Ahnung.

In der Bibel wird jedenfalls anschaulich beschrieben, wie die versammelten Jünger vom Heiligen Geist erfüllt werden:

„Es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

Diese Fähigkeit der Jünger, in anderen Sprachen zu sprechen und andere Sprachen zu verstehen, wird als „Pfingstwunder“ bezeichnet. Das faszinierende Phänomen erscheint mir fast noch schwerer nachvollziehbar, als die spektakuläre Auferweckung des toten Lazarus. Das ist jenseits jeglicher Vorstellungskraft, alle anderen Sprachen verstehen zu können, das ist doch greifbarer. Wie viele Stunden mühsamen Vokabellernens hätte man sich ersparen können, wäre einem auch so ein Wunder zuteil geworden. Mich hat es jedenfalls nie ereilt, schon gar nicht vor einer Französisch-Schularbeit.

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Es wären uns aber auch viele unterhaltsame Fettnäpfe entgangen, wenn die Menschheit sich tatsächlich in einer Sprache verständigen könnte. Zur Erinnerung an Maria Fekter und ihr zackiges „Shortly, without von delay“. Unvergessen das unbeholfene Bewerbungsschreiben von Hubert Gorbach, Ex Vizekanlzer:  „If you know about any area of operation for myself, where I am able to intend all my experiences and my know-how, please let me know.“ Oder Ex Innenminister Ernst Strasser, seines Zeichens glückloser Lobbyist: „It’s luck, the luck of the silly“ und „My political is in the center of the political“.
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Als Metapher, für die Verständigung unabhängig von Nationalität und Ethnizität, hat der Heilige Geist auch nach 2000 Jahren noch viel zu tun.

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